Eiter im "Mystischen Leib Christi"
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- Patrick Zäuner
- 28.10.2021
- 1921
Stellen Sie sich vor, Sie wollen in ein Kloster eintreten; ein Leben in besonders enger Nachfolge...

Dummheit oder andere Weltsicht?
Immer häufiger muss man sich die Frage stellen, ob politisches Handeln schlicht der Unwissenheit über historisch längst erkannte Zusammenhänge entspringt, ob simple Einsichten über das Wirtschaften, menschliche Egozentrik, Grundbedürfnisse von Kindern, Familien, Alten und Kranken oder über ganz allgemeine Konventionen des Anstands nicht mehr bekannt sind, oder ob die Missachtung traditionell als natürlich empfundener Regelungen einer Logik entspringt: einer neuen völlig anderen Art zu denken und die Welt zu begreifen und zu gestalten.
Weiterlesen: Der unbemerkte Kulturkampf


Zu Trump und den USA mag man stehen, wie man will
„Gods own Country“, oder wie Trump heute sagt „America first“, zeigt von je her ein starkes Selbstbewusstsein, ein oft sogar naiv wirkender Glaube an die eigene Überlegenheit, nicht nur wirtschaftlich und technisch, sondern vor allem auch moralisch.
Außerhalb der Vereinigten Staaten wird dieses Auftreten gemischt wahrgenommen. Die einen lehnen die Arroganz, die mit solchen Sprüchen zum Ausdruck kommt ab und weisen im Gegenzug auf die zahlreichen Missstände im Land hin, andere suchen die Nähe zur zelebrierten Stärke, unter der sie Schutz suchen und sich gegebenenfalls auch einen Brocken der Macht erhoffen.
Weiterlesen: Trump und der Messias

Auf der Social-Media-Plattform X erhielt ich unlängst folgende bemerkenswerte Antwort eines katholischen Priesters auf meine Ansicht, dass das Geschlecht des Priesters Auswirkungen auf das Gottesbild von Gläubigen habe:
„Das Geschlecht des Kultpersonals hat nun wirklich gar nichts mit Mono- oder Polytheismus zu tun.“
Nun mag es an der Flüchtigkeit des Mediums liegen, dass man schnell mal auf etwas antwortet ohne es richtig gelesen zu haben, denn natürlich sprach ich nicht vom Polytheismus, sondern vom Pantheismus, doch das ist gar nicht mal der Punkt: der Begriff des Kultpersonals ist der, der mich stutzig gemacht hat.
Weiterlesen: Wenn der Priester zum Personal wird

Der Kölner Dom und ihm folgend wohl auch andere Kirchen werden für den Besuch außerhalb von Messzeiten Eintritt verlangen. Für den Dom sind Preise von bis zu 13 EUR im Gespräch. Die Gier der Kirchenfunktionäre scheint keine Grenzen zu kennen.
Ich empfinde es immer schon als ein Übel, wenn man Kirchen zu Museen degradiert und Eintritt verlangt. Auch wenn das vielerorts üblich ist, so widerspricht es doch meinem religiösen Empfinden, dem tiefen Wunsch, einen Ort der Nähe Gottes aufzusuchen, um im Schatten des Tabernakels mit Blick auf das Ewige Licht mein Herz öffnen zu können.
Weiterlesen: 13 Eur Eintritt für den Kölner Dom?
Erstveröffentlichung: www.garten-eden.org
Yoga und andere an Fernost angelehnte Meditationstechniken stehen nach wie vor auch bei uns hoch im Kurs. In vielen Firmen gibt es regelmäßige Veranstaltungen für Mitarbeiter und auch das Angebot an Freizeitkursen ist enorm. Die Menschen versprechen sich Entspannung, Erholung und allgemein ein besseres Wohlgefühl.
Weiterlesen: Die Ideologie des Entkopplungsglaubens
(Zuerst veröffentlicht auf garten-eden.org)
Politische Debatte
In der politischen Debatte wird der Islam in erster Linie vor dem Hintergrund muslimischer Gewalttäter diskutiert. Angesichts der Entwicklungen insbesondere in den letzten Jahren, ist das auch nicht verwunderlich. Täglich gibt es Auseinandersetzungen mit Messern, Gruppenvergewaltigungen, sogenannte Clankriminalität, und dass die Täter keine Muslime sind, ist eher die Ausnahme.Weiterlesen: Islam in Deutschland

Jemand ist gestorben. Jemand, der nicht wenigen ein Vorbild war, ein Vorbild im Leben, im Glauben und in der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Er war ein frommer Mann. Eher introvertiert. Ein Gelehrter, ein Fürst der Kirche, noch vom alten Schlag wie ihm Freund und Feind zuschreiben. Er war ein Fels in der Brandung. Still und verlässlich, unübersehbar für jene, die sich an ihm aufrichten wollten oder sich an ihm gerieben haben.
Nun ist er also heimgegangen, ins Reich seines Herrgotts, zu den Seinen, die ihm vorangegangen sind und zum Leidwesen jener, die ihm noch folgen werden und die nun eine ihrer Stützen in diesen rauen Zeiten verloren haben.

Winterfest, Quelle: unsplash.de
Es ist erneut die Zeit angebrochen, in der sich die alten christlichen Feste häufen, die einst derart zentral in unserer Tradition standen, dass sie noch heute von vielen angenommen werden, die dem Christentum ansonsten kritisch gegenüber stehen: St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, um die populärsten zu nennen.
Weiterlesen: Kulturkampf. Alte Feste neu interpretiert

Ich habe kürzlich eine Empfehlung für die Kurzgeschichte "Das Ei" von Andy Weir erhalten. Da ich die Erzählung recht beeindruckend finde, habe ich versucht meine Eindrücke hier kurz niederzuschreiben. Wer die Geschichte also noch nicht gelesen hat und nicht gespoilert werden möchte, sollte das Original vorher, z.B. hier lesen.
Zuerst dachte ich, es handle sich um eine Neuauflage von Lessings Ringparabel, doch bald merkte ich, wie falsch ich mit meiner Einschätzung lag. Andy Weir entwirft mit seiner Kurzgeschichte „Das Ei“ einen eigenständigen theologischen Ansatz, der vor allem aus Quellen moderner Astrophysik und Science Fiction schöpft.
Weiterlesen: Das Ei, von Andy Weir