Im Aufbau

Im Vorwort wird Johannes 1, 2-3 zitiert: "Wir künden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns erschien. Was wir gesehen und gehört haben, künden wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft habt mit uns und unsere Gemeinschaft. Gemeinschaft sei mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus".

Es wird Wert darauf gelegt, die Kontinuität zu dem, was in Trient und im Ersten Vatikanum gesagt wurde, herauszustellen und weiterzuführen um einen modernen Zugang zur Offenbarung zu vermitteln.

Grün 1 Die Offenbarung in sich


Der Text beginnt mit der Erklärung, dass sich Gott selbst offenbart, in Taten und Worten. Grund ist die überströmende Liebe, aus der er sich mitteilt und Menschen dadurch in Gemeinschaft mit ihm einlädt. Die Worte verkünden die heilsgeschichtlichen Werke, insbesondere in Christus, der als Mittler und zugleich Fülle der Offenbarung bezeichnet wird.

Dabei ist Gott ständiger Begleiter der Menschen gewesen, der in den geschaffenen Dingen von sich Zeugnis gibt und  sich den Stammeltern, Abraham, Mose sowie den Propheten kundgetan hat. So hat er sie nach dem Sündenfall wieder aufgerichtet und den Weg zum Evangelium bereitet. Schließlich führt der Text die Vollendung im Sohn vor, der als Mensch zu Menschen gesandt wurde um das Heilswerk zu vollenden: durch sein Dasein, Worte, Wunder, Tod und Auferstehung und schließlich durch die Sendung des Geistes, mit der das Werk beendet wurde, so dass keine weitere Offenbarung vor der Endzeit mehr zu erwarten ist.

Part des Menschen ist es, diese Offenbarung im "Gehorsam des Glaubens" anzunehmen. Es wird eine Unterwerfung mit Verstand und vollem Willen gefordert, die in ganzer Freiheit stattfinden soll. Dies ist aber nur durch die helfende Gnade Gottes und dem Beistand des Heiligen Geistes möglich, durch den der Glaube ständig vertieft und vervollkommnet wird.

Das Kapitel endet mit dem Hinweis, dass die Fülle des göttlichen Reichtums eigentlich die Fassungskraft des menschlichen Geistes übersteigt, die natürliche Vernunft Gott aber dennoch aus der Schöpfung her erkennen kann. Durch die Offenbarung wird diese Erkenntnis jedem Menschen leicht ermöglicht.


Grün 2 Die Weitergabe der göttlichen Offenbarung


Da Gott als Quelle der Offenbarung verfügte, dass sie als Vollendung der prophetischen Verheißung für alle Zeiten unverändert erhalten bleiben sollte, wurde sie von den einen Aposteln mündlich und durch Taten weitergegeben, von anderen in Form einer Niederschrift unter Inspiration des Heiligen Geistes, bewahrt. Damit nach dem Tod der Apostel die Überlieferung nicht endet, haben sie Bischöfen das Lehramt übermittelt, um durch die Zeiten das Alte und Neue Testament als  Spiegel Gottes, in dem die Kirche Gott betrachten kann, lebendig zu bewahren und weiterzugeben.

Die inspirierten Niederschriften überliefert die Kirche durch die Zeit in authentischer Weise und die Apostel mahnen die Gläubigen, an ihnen festzuhalten. Dabei umfasst die Überlieferung der Tradition die Lehre vollständig und reicht aus, ein heiliges Leben führen zu können und den Glauben zu mehren. Das Wissen bleibt nicht nur starr erhalten, sondern ermöglicht den Gläubigen ein immer tieferes Verständnis, da die Kirche immer im Streben nach der göttlichen Wahrheit zu mehr Erfahrungen und besserer Einsicht wächst; durch Studium der Gläubigen, innere Einsicht und Verkündigung der Bischöfe. So bleibt sie sich durch die Zeiten immer wieder im Gespräch mit dem sich offenbarenden Gott.

Neben der durch den Heiligen Geist inspirierten Schrift, also der Bibel, wird auch die Überlieferung unversehrt über die Generationen weitergegeben und durch den Geist getragen. Schrift und kirchliche Tradition entspringen der selben göttlichen Quelle und laufen auf dasselbe Ziel zu, weshalb die Kirche ihre Gewissheit über das Geoffenbarte nicht aus der Schrift allein, sondern aus beiden zusammen schöpft. Dabei ist die Schrift, sofern sie unter Inspiration des Hl. Geistes verfasst wurde direkte Rede Gottes, während die Überlieferung das Wort Christi an die Apostel und deren Nachfolger weitergibt. Zum Schatz des Wortes Gottes gehört also nicht allein die Schrift, sondern ebenso die Gemeinschaft der Apostel, das Brotbrechen und das Gebet. Sie bilden einen Einklang, der auch zwischen Vorstehern und Gläubigen herrscht und vom Lehramt ausgelegt wird.

Die verbindliche Verkündigung obliegt dem Lehramt der Kirche, welches nicht wie eine interpretierende Instanz über dem Wort Gottes steht, sondern dienend nichts Neues hinzufügt, sondern allein das, was überliefert ist, im Hören auf den Geist Gottes, bewahrt und treu auslegt. Schrift und Lehramt sind zwei untrennbare Aspekte, die durch den einen Heiligen Geist wirken und deren Werk es ist, dem Heil der Seelen gemeinsam zu dienen.


Grün 3 Die göttliche Inspiration und die Auslegung der Heiligen Schrift


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Grün 4 Das Alte Testament


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Grün 5 Das Neue Testament


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Grün 6 Die Heilige Schrift im Leben der Kirche


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