|

‘Communio’ ist das Band der Einheit, zwischen Bischöfen und Gläubigen, der Bischöfe untereinander, der Gläubigen untereinander, das bewirkt und gleichzeitig manifestiert wird durch die eucharistische Communio.*
Im Gegensatz zu sozialistischen Vorstellungen, in denen das Gemeinwohl an oberster Stelle steht und der Mensch als Einzelner völlig in der Masse aufgeht, entsteht Gemeinschaft im Christentum aus dem Gebet, in dem ein jeder selbstverantwortich und als Person gefragt ist. Als Abbild Gottes stellt der Mensch weit mehr als eine unbedeutende Nummer unter Milliarden dar: er ist vom Schöpfer geliebt und sogar selbst der Liebe fähig, was ihn in die Lage versetzt, über sich hinaus wachsen zu können und sich übersprudelnd zu verschenken. In diesem Quell der Liebe, wo sich Menschen frei und voller Hoffnung sowohl ihrem Schöpfer gegenüber als auch zueinander öffnen, nur dort kann eine lebendige Gemeinschaft entstehen, gebildet aus Personen die in Liebe einander zugewandt, selbstbewusst und aufrecht den Weg der Christusnachfolge einschlagen.
Das Internet ist voll von Räumen für gemeinsame Begegnung, für Projekte und Austausch. Auf Podium Romanum wollen wir diese Seiten der Gemeinschaft darum weniger fokussieren, sondern versuchen den Blick auf gesellschaftliche Bereiche zu öffen in denen sich christliche Communio zeigt.
*(Ludwig Hertling SJ in "Communio und Primat – Kirche und Papsttum in der christlichen Antike“, 1943)
|